Der Hund

Der Hund ist sicher das Haustier, das sich dem Menschen am besten anpasst, aber auch den Menschen am meisten braucht. Hat er sich erst einmal eingelebt und weiß, dass er seinen endgültigen Platz im Leben gefunden hat, so wird er sich auch dem Lebensrhythmus seines Menschen anpassen. Er wird ständig wiederkehrende Rituale zeitlich im Kopf haben und der Mensch sollte diese festgelegten Zeiten auch möglichst immer einhalten. Mindestens dreimal am Tag muss der Hund ausgeführt werden - und das bei jedem Wetter. Auch ein noch so großer Garten kann nicht die täglichen Spaziergänge ersetzen, denn der Hund ist ein "Nasentier", d. h. er muss unbedingt draußen schnuppern können, hierbei nimmt er vertraute aber auch neue Gerüche auf.
Für Einzelpersonen, die ganztags berufstätig sind, ist ein Hund sicher nicht der geeignete Lebensgefährte, denn länger als 4 Stunden sollte er nicht alleine bleiben. Hunde bringen Dreck von draußen mit herein. Junge Hunde müssen erst zur Stubenreinheit erzogen werden. Bis dahin kann es passieren, dass sie auch einmal den Teppich oder das Sofa beschmutzen. Die meisten Menschen kümmern sich leider zu wenig um die Psyche ihres Hundes und vertreten die Auffassung, dass ein gutes Zuhause und reichlich Nahrung genügen, um die Bedürfnisse des Hundes zu befriedigen. Diese Ansicht ist völlig falsch. Der Hund braucht die Nähe seines Menschen fast ständig.   Quelle: tiervermittlung.de

Warum Tierchip?  Tierchip ist Tierschutz

Täglich wird eine grosse Anzahl von Haustieren als vermisst gemeldet. Nicht alle Tiere verunglücken oder werden eingefangen. Viele tauchen irgendwann wieder in den Vorgärten, in Tierheimen, bei Tierschutzorganisationen oder in Tierkliniken auf. Doch oft ist es nicht möglich, die Besitzer zu identifizieren. Denn es fehlt den Tieren ein implantierter Chip, durch den sie weltweit eindeutig gekennzeichnet sind..

Die Kennzeichnung durch den Tierchip hat viele Vorteile:

- Fälschungssicherheit

- Ohne Risiko für das Tier

- Klärung der Besitzverhältnisse bei Diebstahl und Handel

- Nachweis der Abstammung, Kontrolle des Zuchtgeschehenes

- Identifikation entlaufener, ausgesetzter oder misshandelter Tiere

- Erforderlich bei Auslandsreisen (z. B. Norwegen, Schweden, England)

 

LEISHMANIOSE

Die Sandmücke (lat.: Phlebotomus perniciosus, auch Schmetterlingsmücke oder Engelsmücke genannt) ist ein behaartes, zweiflügeliges Insekt von nur 2,5 bis 3 mm Länge, strohfarben bis dunkelbraun in der Farbe. Anders als die meisten Mücken summt sie nicht.

Stichgefahr nur nach Sonnenuntergang
Tagsüber sieht man Sandmücken nicht, denn sie ruhen in Ritzen und Spalten. Anders als ihr Name vermuten lässt, leben Sandmücken nicht am Strand. Ihr Lebensraum sind ländliche Gebiete oder bewaldete Flächen, Gärten oder Parks in der Stadt. Dort suchen sich die weiblichen Tiere nach Sonnenuntergang Menschen oder Hunde als Lieferanten ihrer Blutmahlzeit. Wenn sie stechen wollen, hüpfen sie mit ausgebreiteten Flügeln über den Körper ihres Opfers.
Um in der Zeit zwischen Sonnenuntergang und Morgengrauen überhaupt aktiv sein zu können, brauchen die Tiere eine Temperatur von mindestens 16C. Starker Wind hindert sie aufgrund ihrer geringen Körpergröße am Fliegen, bei Windstille können sie jedoch über 2 km zurücklegen. Zwar trifft man sie auch in Wohnräumen an, sie stechen jedoch zumeist nur im Freien.
Hunde werden meist an der Schnauze oder an den Ohren gestochen. Bei diesem Vorgang kann die gefürchtete Leishmaniose (auch Canine Leishmaniose) übertragen werden.

Entwicklungszyklus dauert etwa 2 Monate
Innerhalb einer Woche nach einer Blutmahlzeit legt ein Mückenweibchen etwa 100 Eier in feuchten, organisch angereicherten Boden. Aus diesen Eiern schlüpfen nach etwa einer Woche die Larven. Diese durchlaufen vier verschiedene Stadien und bilden dann die Puppe beziehungsweise einen Kokon. Nach weiteren zehn Tagen schlüpfen die erwachsenen Tiere.

Sandmücken-Saison von Mai bis Oktober
In den Mittelmeerländern beginnt die Sandmücken-Saison im Mai und endet im September, oder bei mildem Wetter auch erst im Oktober. Die letzte Sandmückengeneration überwintert im vierten Larvenstadium und bildet so den Grundstock für die neue Sandmückenbevölkerung im nächsten Frühjahr.

Nur Weibchen saugen Blut
Die Ernährung beider Geschlechter besteht aus pflanzlichen Zuckerstoffen oder Blattlaus-Honigtau. Die Weibchen allerdings sind auch auf Blutmahlzeiten angewiesen, die sie etwa eine Woche vor der Eiablage zu sich nehmen.

Diagnose
Die Leishmaniose kann durch einen relativ einfachen Bluttest, der über jede Tierarztpraxis durchgeführt werden kann, festgestellt werden. Es wird getestet, ob Antikörper vorhanden sind.

Von Schnelltests ist abzuraten
Sollten Sie sich im Urlaub in einem südlichen Land in einen Hund verliebt haben, den Sie mitnehmen und testen lassen wollen, so ist von den zwar preiswerten, jedoch nicht sehr sicheren Schnelltests, die oft direkt in einer Tierarztpraxis durchgeführt werden, abzuraten. Besser ist es, eine Blutprobe entnehmen- und einschicken zu lassen. Antikörper sind bereits 14-28 Tage nach einer Infektion nachweisbar.

Für eine andere, direkte Nachweismethode werden Lymphknoten- oder Knochenmarkspunktate entnommen, was wesentlich schmerzhafter und aufwendiger ist und deren Auswertung nur wenige spezielle Institute durchführen können.

Neue Diagnosemöglichkeiten
Der Nachteil der bisherigen Diagnosemöglichkeiten lag darin, dass man zwar die Antikörper gegen die Leishmanien nachweisen, dann jedoch nicht zwischen akut infizierten und bereits wieder gesunden Tieren unterscheiden konnte. Seit kurzem wird aber auch der direkte Nachweis des Leishmaniose-Erregers durch Polymerase-Kettenreaktion (PCR) angeboten. Mit diesem Nachweis ist es möglich, auch nach einer erfolgreichen Therapie und ohne vorhandene Symptome festzustellen, ob immer noch Leishmanien im Knochenmark oder in den Lymphknoten vorhanden sind.

Das ist wichtig zu wissen, da die Krankheit zwar mit Medikamenten oft gut kontrolliert werden kann, ein erneutes Ausbrechen jedoch bei Stress oder im Zusammenhang mit einer Krankheit möglich ist, wenn noch Erreger im Körper vorhanden sind.

Erkrankungsbereitschaft und Resistenz
Nicht jeder Hund, der durch einen Mückenstich mit Leishmanien infiziert wird, muss auch tatsächlich an der Leishmaniose erkranken. Ob die Krankheit ausbricht hängt davon ab, wie das Immunsystem des Hundes reagiert.

Wie funktioniert die Infektionsabwehr?
Um mit Infektionserregern wie zum Beispiel Leishmanien fertig zu werden, setzt das Immunsystem des Hundes (wie auch des Menschen) so genannte "Fresszellen" ein, die der Körper aussendet und die die georteten Eindringline aufnehmen. Außerdem gibt es innerhalb der Immunabwehr so genannte T-Zellen (T-Lymphozyten), die ihrerseits die erfolgreichen, also mit Leishmanien gesättigten Fresszellen an deren Oberflächenstruktur (Antigen) erkennen und sich mit ihnen verbinden. Die so entstehenden Antigen-Antikörper-Komplexe können vom Körper eliminiert werden.

Allerdings kann nicht jede Art von T-Zelle Leishmanien in Fresszellen erkennen und angreifen. Leider kann man nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft weder beeinflussen noch überhaupt voraussehen, ob der Hund die passenden Zellen bildet. Es ist nach wie vor unklar, warum manche Hunde erfolgreiche Abwehrstoffe bilden und andere nicht. Die grundsätzliche Bildung von Antikörpern läßt sich jedoch mit einem einfachen Bluttest nachweisen.

Nicht alle infizierten Hunde erkranken tatsächlich
Ein Hund, der Antikörper entwickelt hat, muss nun nicht auch Krankheitssymptome zeigen. Besonders in den Ländern, in denen die Leishmaniose heimisch ist, haben Untersuchungen ergeben, dass zwar bis zu einem Drittel der gesunden Hunde antikörper-positiv ist, jedoch keine Krankheitssymptome zeigt. Derartige Ergebnisse legen nahe, dass die dort einheimischen Hunde wahrscheinlich über Generationen auch eine gewisse Immunität gegen die Leishmaniose entwickelt haben, weil erkrankte Tiere selten überleben. Auch kann man vermuten, das eine erbliche bedingte Veranlagung für die Erkrankung vorliegen kann.

Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass im Süden überwiegend Hunde im Alter zwischen 3 und 5 Jahre erkranken. Dies liegt einerseits an der langen Inkubationszeit, andererseits an der von manchen Hunden entwickelten Immunität. Es lässt sich also vermuten, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Hund, an der Leishmaniose zu erkranken, um so geringer wird, je länger er schon den Erreger im "Ruhezustand" in sich trägt.

Leben mit einem erkrankten Hund
Wenn ein Hund an Leishmaniose erkrankt ist und die Krankheit überstanden hat, dann kann er theoretisch immer noch Überträger der Krankheit sein, weil er eventuell noch Erreger im Lymphsystem und damit auch im Blut hat.

Das heißt aber nicht, dass er keinen Kontakt zu anderen Hunden haben darf. Allerdings sollte es nicht zu echten Beißereien kommen, weil eine Übertragung der Leishmaniose durch direkten Kontakt mit Blut möglich ist.

Wichtig ist es auch darauf zu achten, dass der Hund nicht unter körperlichen und seelischen Stress gerät, weil dadurch sein Immunsystem geschwächt werden könnte. Es kann nämlich sein, dass durch derartige Stresssituationen die Krankheit dann erneut ausbricht. Wenn es zu solchen erneuten Krankheitsschüben kommt, wird allerdings der Besitzer eines bereits erkrankten Hundes aufmerksam für die Symptome sein, so dass die Behandlung sofort eingeleitet werden kann.

Um das Immunsystem zusätzlich zu unterstützen, ist eine gute Ernährung wichtig.

Wenn man diese wenigen Punkte beachtet, spricht nichts dagegen, dass auch mit einem Hund, der die Leishmaniose überstanden hat, ein fröhliches Miteinander von Hundehalter und Hundepartner durchaus über Jahre möglich ist. Keineswegs ist das Einschläfern des Hundes die einzige Lösung, wenn er an Leishmaniose erkrankt ist.

Therapie
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Hund an Leishmaniose erkrankt sein könnte, sollten Sie ihn so bald wie möglich Ihrem Tierarzt vorstellen, denn die Behandlung ist um so erfolgversprechender, je früher sie einsetzt.

In Fällen, wo die Krankheit früh erkannt wird, geben Tierärzte gern und erfolgreich ein Medikament mit der Bezeichnung Allopurinol, das in der Humanmedizin als Gichtmittel verwendet wird. Die Behandlung ist relativ preiswert und erfolgt in Form einer Kur über mehrere Wochen. Erste Erfolge sollten sich nach 4-5 Wochen einstellen.

Als Nebenwirkung wird angegeben, dass die Hunde manchmal Symptome von Gichtanfällen zeigen, die aber durch krankheitsbedingten Muskelschwund verursacht werden auch Übelkeit und Erbrechen können auftreten, weshalb es wichtig ist, dass Sie für die Behandlung auf jeden Fall Ihren Tierarzt regelmäßig konsultieren.

In niedrigerer Dosierung ist Allopurinol auch als Langzeitmedikament einzusetzen.

Höhere Wirksamkeit kann zu stärkeren Nebenwirkungen führen
Mehr Nebenwirkungen haben Antimonpräperate (Glucantime oder Pentostam), die in besonders schweren Fällen gespritzt werden, wenn eine Behandlung mit Allopurinol keinen Erfolg hat. Sie schwächen zusätzlich das Immunsystem des Hundes, und eine begleitende Leberschutzbehandlung ist wichtig.

In jüngerer Zeit wurde auch ein Mittel namens Miltefosin eingesetzt, das ursprünglich aus der Tumortherapie kommt. Selbst bei der viszeralen, einer schweren Form der Leishmaniose, war es recht erfolgreich. Mögliche Nebenwirkungen sind Blutungen aus der Nase oder Scheide, so dass eine begleitende Medikation mit blutstillenden Mitteln erforderlich sein kann. Allerdings ist das Mittel derzeit im veterinärmedizinischen Handel noch nicht erhältlich.

Ein späterer Rückfall kann jedoch in keinem Fall ausgeschlossen werden, so dass der Vorbeugung und dem Schutz gegen diese Krankheit größte Bedeutung zukommt.

Ernährung eines erkrankten Hundes
Obwohl es gerade für einen an Leishmaniose erkrankten Hund sehr wichtig ist, dass er gut ernährt wird, um sein Abwehrsystem zu stärken, kann die Fütterung durch den schlechten Appetit für den Hundehalter zum Problem werden.

Dem meist bei den schweren Durchfällen auch auftretenden großen Durst zu stillen, ist nicht schwierig. Der Hund sollte immer Wasser zur Verfügung haben, dem am besten ein Mineralzusatz vom Tierarzt beigegeben wird, um Verluste durch Durchfall oder Erbrechen auszugleichen.

Wenn die Hunde Appetit haben, dann scheint sich dieser auf eher ungeeignete Nahrung zu richten, wie zum Beispiel Kuchen oder sonstige Süßigkeiten. Weil die Hunde aber vor allem bei einem ersten Ausbruch der Krankheit häufig völlig abmagern, gelten hier die normalen Ernährungsrichtlinien nicht mehr, und auch exotisches Futter kann besser sein als gar keines. Zusätzlich muss auf eine gute Versorgung mit der erforderlichen Energie und wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen geachtet werden. Dazu gehören auch Eisen, Kalk und der gesamte Vitamin-B-Komplex. Dies kann zum Beispiel durch Gabe von Vitaminpasten, Multivitamin-Tabletten und Nutri-Cal (vom Tierarzt) geschehen.

Weil die an Leishmaniose erkrankten Hunde meist Hautsymptome zeigen, kann ein Eigelb im Futter (ruhig zweimal pro Woche) gut für Haut und Fell sein.

Innereien sollten möglichst nicht gegeben werden (auch nicht im Fertigfutter), weil speziell bei einer Behandlung mit Allopurinol die gichtartigen Anfälle dadurch verstärkt werden können.

Text entnommen aus: http://www.hund.meintier.de